Eine mobile Mauer aus Rettungswesten von den Stränden Griechenlands

Aufgestellt zur Unterstützung von Flüchtlingen aus kriegsgeschundenen Ländern

Die Idee

Seit vielen Monaten sind Tausende von Menschen auf der Flucht vor dem Kriegsgeschehen im Nahen Orient. Sie suchen Frieden in Europa, in das sie all ihre Hoffnung legen. Wie Symbole dieses Geschehens liefern uns die Medien eine Flut von Bildern ins Haus, darunter immer wieder Rettungswesten von der Insel Lesbos und Zäune mit Stacheldraht von den Grenzen zu den Balkanstaaten.

Die Installation von Fred George und Andrew Wakeford ermöglicht uns eine neue Sicht auf dieses Drama. Es ist eine Innensicht, denn hier stehen die einzelnen Menschen im Vordergrund, die ihre Geschichten von Flucht und Vertreibung erzählen.

Die beiden Künstler haben sich in vielen Interviews und Fotos den Flüchtlingen genähert und erhielten die Erlaubnis, daraus sehr persönliche Portraits anzufertigen. Das Ziel der Installation ist, eine mobile Mauer aus Rettungswesten von den Stränden Griechenlands zu bauen, verbunden mit den Portraits einzelner Flüchtlinge. Angeheftet an jede Weste steht ein individueller Code, der mit der Geschichte des jeweiligen Flüchtlings verknüpft ist.

Der intensive Einsatz von Stacheldraht in der Installation veranschaulicht die extremen Bedingungen des Konfliktes um Syrien. Die Rettungswesten – es sind authentische Exemplare aus Griechenland – wurden von den Flüchtlingen zur Sicherung der gefährlichen Überfahrt benötigt. Doch geschlossene Grenzen zwingen sie dann in Lager, die mit Zäunen und Stacheldraht bewehrt sind.

In der Ausstellung in der Johanneskirche Saarbrücken vom 15.07. – 26.08.2016 wurde ein etwa 10m langes und 3m hohes Modell solch einer Mauer aufgebaut. Daneben sind die Portraits der Flüchtlinge auf einzelnen Plakaten zu finden.

Auf den folgenden Seiten sind Beispiele der Flüchtlingsportraits zu sehen, und zeigen Menschen, die von den Künstlern Wakeford und George bereits interviewt und fotografiert wurden.